Tipps & Tricks

Wohnungsauflösung – so reduzierst du dein Hab und Gut

Flohmarkt

Kennst du das Problem? Deine Schränke sind übervoll, im Keller stapeln sich alte Klamotten, Bücher und Schuhe. Über Jahre hinweg haben sich tonnenweise unnötiger Dinge in deiner Wohnung angesammelt und du weißt gar nicht wohin mit dem ganzen Zeug. Spätestens wenn du deine erste Langzeitreise planst wird dir bewusst, dass du dringend einige dieser Dinge loswerden musst.

Höchstwahrscheinlich hast du nur einen begrenzten Lagerplatz und wirst dich bei der Einlagerung auf das Nötigste reduzieren müssen. Außerdem können wir aus Erfahrung sagen, dass das Ausmisten einen regelrecht innerlich reinigt und man wirklich „Ballast abwirft“ indem man sich endlich mal von dem ganzen überflüssigen Kram trennt.

Wir wissen wie verlockend es ist Schnäppchen zu jagen, neue Klamotten zu kaufen oder ständig etwas Neues für die Wohnungseinrichtung zu erwerben. Auch wir waren jahrelang dem Konsum verfallen.

Aber am Ende des Tages realisiert man doch, dass materielle Dinge einen nicht erfüllen, sondern dass sie ein Klotz am Bein sind, einen festhalten und behindern (à la „ich kann nicht auf Weltreise, was soll ich mit meinen ganzen Sachen machen?“).

 

If less is more, maybe nothing is everything

 

Jetzt ist also höchste Zeit, um auszumisten! Denn nur wer Ballast abwirft hat Elan für die Zukunft. 

Auf welchem Weg wirst du dein Eigentum los? 

ebay

Auf ebay kannst du deine Sachen entweder zu einem Festpreis oder mit Hilfe einer Auktion verkaufen. Für ebay empfehlen sich Artikel, die gefragt sind wie Markenklamotten, Markenschuhe, gut erhaltene Küchenartikel, alles was kein Ramsch ist und sich auch gut verschicken lässt. Biete auch ganze Pakete an z.B. Markenklamotten-Paket, Bücherpaket, Schuhpaket. Damit ersparst du dir das mühsame Einstellen einzelner Artikel und kannst somit größere Mengen loswerden und natürlich auch größere Beträge einsacken.

ebay-Kleinanzeigen / Quoka / Shpock 

Hier kannst du alles verkaufen, was du nicht über eine Auktion verkaufen willst oder Artikel, die sich besser zum Abholen eignen (z.B. Möbel). Bei den Inseraten kannst du einen Festpreis oder einen Verhandlungspreis angeben. Es gibt kein Bewertungssystem und keinen Käufer-/Verkäuferschutz.

Flohmarkt

Checke wann welcher Flohmarkt in deiner Nähe ist und sichere dir rechtzeitig Platzkarten. Meist werden pro Meter zwischen 5 € und 15 € vom Veranstalter verlangt. Auf dem Flohmarkt kannst du ALLES wirklich ALLES anbieten (uns hat tatsächlich jemand eine leere IPhone-Verpackung abgekauft, verrückt oder?). Es gibt nichts, was nicht verkauft wird, es muss einfach nur ein potenzieller Käufer zur richtigen Zeit an deinem Stand vorbeilaufen. Wichtig bei einem Flohmarkt ist, dass dein Stand übersichtlich ausschaut. Benutze hierzu eine Tischdecke und lege Wühlartikel in Kartons aus. Sortiere vorab Elektroartikel, Bücher, Küchenzeug, Werkzeug, Schuhe, Taschen, Kosmetik in entsprechend große Kisten und verwende für Kleidung einen Kleiderständer. Wenn du zu deinen Artikeln eine kurze Anekdote erzählen kannst wirst du sie besser verkaufen.

Sei außerdem früh auf dem Flohmarkt um dir den besten Platz zu sichern. Wähle eventuell einen Flohmarkt den du selbst schon besucht hast, denn dann weißt du schon welcher Standort am stärksten frequentiert ist.

Langzeitreise

Ein Flohmarkt macht extrem Spaß und füllt ordentlich deine Reisekasse. Verschenke dennoch ab und zu mal etwas um nicht nur deine Reisekasse sondern auch dein Karma-Konto aufzubessern. Die Menschen werden es dir mit einem ehrlichen Lächeln danken und das ist echt mehr wert als läppische 50 Ct. Dennoch ist jeder verdiente Cent die Mühe wert. Auf unserem letzten Flohmarkt hatten wir insgesamt einen Gewinn von über 400€ erzielt.

Nachmieter

Solltest du für deine Reise deine Wohnung kündigen dann versuche, deinem Nachmieter Möbel und Elektrogeräte zu verkaufen. Dieser freut sich über günstiges Inventar und muss beim Einzug nichts schleppen. Du kassierst einfach das Geld ohne den Stress zu haben, einen Lagerplatz für die Möbel zu finden und vermeidest anstrengende Arbeit. Schon einmal eine Waschmaschine aus dem 5. Stock ohne Aufzug nach unten befördert? Falls ja, dann weißt du was wir meinen.

Freunde/Bekannte/Familie

Frage in deinem Umfeld nach, ob jemand bereit wäre, deine Sachen vorübergehend zu benutzen. Du könntest beispielsweise deine Bücher bei jemandem mit ins Regal stellen. Derjenige freut sich über neuen Lesestoff und du kannst dir deine Bücher nach Rückkehr wieder holen. Vielleicht mag auch jemand übergangsweise deine Bilder aufhängen, deinen Fernseher benutzen oder mit deinem Fahrrad rumcruisen. Fragen kostet nichts!

Spenden/Verschenken

All die Dinge, die du bis jetzt nicht verkaufen konntest, eignen sich meist immer noch zum Spenden oder Verschenken. Bring deine alte Kleidung doch einfach in ein Flüchtlings- oder Obdachlosenheim. Stelle regelmäßig eine kleine Kiste mit der Aufschrift „zu verschenken“ und all dem Kleinkram vor die Haustür. Im Normalfall ist diese abends leer –> Win-Win!

Sperrmüll 

Herzlichen Glückwunsch, du hast es fast geschafft! Zu guter Letzt beauftragst du den städtischen Sperrmüll. Denn was du bis jetzt nicht verscherbelt hast wirst du auf den letzten Drücker auch nicht mehr los, schon gar nicht für Geld.

Wenn du all diese Tipps beherzigst, sollte sich dein Hab und Gut um einiges verringern. Falls du noch andere Möglichkeiten kennst, wie du deinen Besitz minimieren kannst, dann lass es uns in den Kommentaren wissen!

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